Sommer 2018

Eigentlich dauert der Sommer heuer ja schon seit Mitte April, die eigentlichen Boten des Sommers kamen auch etwas früher.

2018 September. Der Sommer will nicht enden. Der Wald hat geblüht, die Fichten tragen frische Zapfen, die bald reifen werden.

 

Seit einiger Zeit sieht und hört man Fichtenkreuzschnäbel (Loxia curvirostra) mit ihren "Gip Gip"-Rufen. Das ist ein ziemlich sicheres Zeichen, dass im kommenden Winter bei uns Fichtenkreuzschnäbel brüten werden. Unser einziger Vogel, der im Winter brütet und seine Jungen mit den Samen aus den Zapfen füttert.


2018 September - Schließlich habe ich dann auf meinem Diptam im Garten nocheinmal ein Raupe des Schwalbenschwanz gefunden.

Bilder von Anfang August 2018 - die Hitze dauert an!

 

Ein typischer Sommerblüher ist der Teufelsabbiss (Succisa pratensis) ein Kardengewächs, das auf normalerweise feuchten Wiesen auch trockene Sommer übersteht. Heuer ist die Blüte etwas verspätet.

 

Ein Distelfalter (Vanessa cardui) auf einer Blüte des Teufelsabbiss. Auf dieser Fläche gab es noch Kleiner und Großer Kohlweißling, das Ochsenauge, Zitronenfalter, Bläulinge und eine ganze Reihe Schwebfliegen, Hummeln, Bienen und Käfer. Solche Wiesen dienen der Erhaltung von Arten, die sich auf bewirtschafteten Flächen nicht halten können.

 

Teufelsabbiss auf einer geschützten Fläche.

 

Die Wiese mit dieser Gruppe Teufelsabbiss wurde Anfang Juli gemäht. Ein Schnitt um diese Zeit wird vertragen. Die Pflanzen werden nur nicht mehr so hoch.

 

Es gibt viele Arten von Schwebfliegen. Diese ist eine Gemeine Hummelschwebfliege (Volucella pellucens).


Zum Vergleich eine Hummel (Bombus lucorum) die auf der Blüte des Rainfarn (Chrysanthemum oder Tanacetum vulgare) sitzt.

 

Zum großen Teil sind die Himbeerfrüchte (Rubus idaeus) vertrocknet. Hier gab es noch einige zum Naschen.

 

Deutlich zeigt der Gemeine Hornklee (Lotus corniculatus), dass tief wurzelnde Pflanzen bei der herrschenden Trockenheit zwischen dem verdorrten Gras gedeihen können.

 

Eine hübsche Blattwanze (Pentatoma rufipes) auf einer abgeblühten Engelwurz.

Bilder von Ende Juli 2018

Selten gewordene Sommerboten

 

Ein Dukatenfalter (Lycaena vigaureae) auf einer Schafgarbe.

 

Ein unscheinbarer, kleiner Bläuling der Graublaue Bäuling oder mit wissenschaftlichem Namen Pseudophilotes baton.

 

Ein männlicher Kaisermantel (Argynnis paphia). Er scheint häufiger zu sein als die weiblichen Schmetterlinge. Vielleicht aber auch nur auffälliger.

 

Hier also der weibliche Kaisermantel, der sich in Farbe und Zeichnung deutlich vom Männchen unterscheidet.

 

Selten zu sehen sind die Schillerfalter, da sie sich meist hoch in den Bäumen aufhalten. Das ist der kleine Schillerfalter (Apatura ilia).

 

Das Damebrett oder Schachbrett (Melanargia galathea) kommt auf naturbelassenen Wiesen vor und an natürlich bewachsenen Waldrändern.

 

Zwei Landkärtchen (Araschnia levana) auf einer blühenden Engelwurz.

 

Der kleine Schmetterling ist ein Blutströpfen (Zygaena viciae) das ebenfalls selten geworden ist. Es gehört zu den Nachtfaltern, ist aber tagaktiv wie viele andere Blutströpfchenarten.

 

Ein Hainlaufkäfer (Carabus nemoralis). Meist sieht man Laufkäfer eilig über den Weg laufen. Sie leben räuberisch von allen möglichen Larven und klettern dabei natürlich auch auf Pflanzen.


Bilder vom 12. Juli 2018

Sommer ist - wenn

 

..... die Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) die letzten Blüten des Türkenbund (Lilium martagon) besuchen.


..... wir solche Wiesen sehen.

 

..... der Braune Waldvogel (Aphantopus hyperantus) auf der Blüte des Ochsenauges (Buphthalmum salicifolium) zu sehen ist.

 

..... die Samen des Wiesenbocksbarts (Tragopogon pratensis) kurz vor dem "Abflug" sind.

 

..... die Große Braunelle (Prunella grandiflora) blüht.

 

..... ein Großes Heupferd (Tettigonia viridissima) in der Hortensie sitzt.

 

..... noch eine letzte Händelwurz (Gymnadenia densiflora) blüht.

 

..... die Flockenblumen (Centaurea jacaea) an Wegrändern und Rainen blühen.

 

..... ein Blutströpfchen leuchtet (Zygaena filipendula).

 

..... ein ganzer Reigen von Blutströpfchen (Zygaena purpuralis) auf einer Knautie nach Nektar suchen.

 

..... eine Sattelschrecke (Ephippigera ephippiger) in einer Graslilie (Anthericum ramosum) sitzt.

 

..... Schachbrettfalter (Melanargia galathea) die Flockenblumen besuchen.

 

..... eine Krabbenspinne (Misumena vatia) eine Schwebfliege gefangen hat.

 

..... die Rehgeiß (Capreolus capreolus) ihre schon recht großen Zwillinge führt.