Frühblüher 2017
Diesmal nicht aus der engeren Region, sondern vor allem aus dem Jura und Nicht-Silikat-Untergrund.
Die Gemeine oder Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) ist eine typische Pflanze auf Kalkböden und wie man sieht wächst sie auch mit wenig Substrat an den Jurafelsen.

 

Reiszvolle Aufnahmen ergeben sich aus der "wilden" Umgebung und dem seitlichen Gegenlicht.

 

Einfach nur schön - die Küchenschelle.
Oftmals übersehen wird wohl das Buchsblättrige Kreuzblümchen (Polygala chamaebuxus), da es nicht immer so auffällig an Felsen blüht, wie hier. Die Blätter sind immergrün und haben auch in etwa die Größe von Buchsblättern.

 

Seine Schönheit offenbart das Kreuzblümchen erst beim genauen Hinsehen.
Auch am steilen Felsen wächst das Berg-Steinkraut (Alyssum montanum).

 

Das Steinkraut ist ein Kreuzblütler, wie man an der Blüte deutlich erkennen kann. Verwandt also z. B. zu unserem Wiesenschaumkraut.
Am trockenen Hang blüht hier das Frühlingsadonisröschen (Adonis vernalis), ein Hahnenfußgewächs.

 

Dieselbe Pflanze - aus der Nähe.
Ein Kontrast zum kräftigen Gelb ist das tiefe Blau des Frühlingsenzians (Gentiana vernalis). In der Oberpfalz ist das Blümchen sehr selten geworden.

 

So stellt man sich "Enzianblau vor"!
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Ein blasses Blau zeigt das Leberblümchen (Hepatica nobilis), das oft zwischen Buschwindröschen aber auch an Felsen und schattigen Stellen wächst.

 

Eine kleine Gruppe Leberblümchen zwischen den Buschwindröschen.

 

Ein einzelnes Leberblümchen zwischen Moos an einem steilen Hang.
Die häufigste Farbe des Frühlings ist wohl Gelb, so wie es hier das Frühlingsfingerkraut (Potentilla tabernaemontani) trägt. Es ist größer und hat fünf Blütenblätter im Vergleich zu unserer bekannten Blutwurz.
Der hohle Lerchensporn (Corydalis cava) wächst und blüht auch in der östlichen Oberpfalz auf besonderen Böden. Die Blüten sind weiß oder rot-violett.

 

Eine rote Blüte mit den typischen Blättern.

 

Die weiße Blüte des Lerchensporns.
Ein Paradies für Hummeln sind die vielen Lerchensporn. Aber das Paradies wird gestört durch Zecken, die zwischen Kopf und Körper an der Hummel festsitzen. Es scheint dies eine Stelle zu sein, an der die Hummel die lästigen Parasiten nicht abstreifen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hepatica nobilis Leberblümchen