Naturbeobachtungen bis Mitte 2020 aus Flora und Fauna

Die neuesten Bilder sind immer oben.
Mimikry
oder: So tun als ob!
Im Tierreich ist das weit verbreitet. Man schmückt sich mit den Farben giftiger, stechender oder gefährlicher Insekten, wenn man selber ein Insekt ist und wird auf diese Weise nicht so leicht ein Opfer von Freßfeinden. Schwarz und Gelb sind vor allem bei Insekten "gefährliche" Farben.
*
Sommer 2020
Die Borstenfliege ist auch wegen ihrer beiden typischen Fliegenfühler am Kopf als solche erkennbar.
Neben der sogenannten Gemeinen Doldenschwebfliege sitzt noch ein Trauerrosenkäfer. ("Gemein" ist in diesen Fällen keine schlechte Eigenschaft sondern steht für Allgemein oder Gewöhnlich.)
Die Gemeine Hummelschwebfliege kann aus größerer Entfernung durchaus auch als Hummel gelten.
Eine der größten Schwebfliegen ist die Große Sumpfschwebfliege, sie hat noch eine ähnliche kleinere "Schwester".
Wie die Färbung auch ist, wie hier bei der Gemeinen Waldschwebfliege, der Kopf ähnelt immer dem einer Fliege.
Sie heißt so und will auch so aussehen, die Gemeine Wespenschwebfliege.
Recht klein ist die Hainschwebfliege. Deutlich erkennbar, das Fühlerpaar am Kopf.
Die Schlammschwebfliege wird auch Mistbiene genannt. Der Nektar aus den Blüten des Dost dient als Nahrung. Der Name Mistbiene bezieht sich auf die Eiablage und darauf wo sich die Larven entwickeln.
Die Sonnenschwebfliege ist die "kleine Schwester" der Großen Sumpfschwebfliege. - Man muss schon genau hinsehen um die Unterschiede herauszufinden - dazu gibt es dann noch Unterschiede zwischen den männlichen und weiblichen Exemplaren.
Etwas größer als die Hainschwebfliege ist diese Stiftschwebfliege, auch Langbauchschwebfliege genannt.

8. Juli 2020 - Der Sumpfziest blüht. Man wartet bei solchen Blüten immer auf Schmetterlinge und andere Insekten.

7. Juli 2020 - Nicht auf Blüten angewiesen ist die Kleine Zangenlibelle. Diese Libelle gilt in Bayern als stark gefährdete Art. Ihre Larven benötigen möglichst saubere Fließgewässer.

7. Juli 2020 - Gut bekannt ist der Siebenpunkt-Marienkäfer. Er gilt auch als Glücksbringer.
7. Juli 2020 - Ähnlich groß wie unser Marienkäfer ist ein sogenannter Neozoen, also ein Neuling. Es ist eine asiatische Art, die auch als Harlekin-Marifenkäfer bezeichnet wird. Ob er unsere einheimischen Arten verdrängen kann, ist noch nicht ganz klar. Vielleicht findet er aber auch "seine Nische", ohne andere Arten ganz zu verdrängen. Diese Käfer wurden zum Teil zur Bekämpfung von Blattläusen gezüchtet und bei uns eingesetzt. Der Käfer ist farblich sehr variabel von Gelb bis Rot.

2. Juli 2020 - Eine Veränderliche Krabbenspinne hat eine Biene gefangen. Krabbenspinnen sind durchaus in der Lage auch wehrhafte Insekten durch ein Stich zu lähmen. Das kann dann auch mal eine Biene treffen.
Verwechslungen sind möglich!
2. Juli 2020 - Das obere Bild zeigt einen Gefleckten Schmalbock, das untere einen Gefleckten Blütenbock. - Manchmal muss man also genau hinsehen. - Der untere Bockkäfer auf dem unteren Bild ist ein männlicher Roter Halsbock. Bei dieser Art ist nur das Weibchen rot, das Männchen ist braun.
2. Juli 2020 - Oben ist ein älteres Bild von einem Russischen Bär. Auch der untere Falter, ein Schönbär hat rot gefärbte Unterflügel. Er hat mir aber nicht den Gefallen getan sie zu zeigen. Beide sind sich, zumindest was die Farben betrifft, recht ähnlich. Beide werden auch als
"Spanische Flagge" bezeichnet.

1. Juli 2020 - Das passiert auch nicht alle Tage. - Ein junger Fuchs hatte sich wohl bei seinem Spaziergang etwas übernommen und ist mitten in ein sumpfiges Gebiet geraten. Man sieht es an den nassen, schmutzigen Beinen.  Hier hat er sich auf einen Baumstumpf gerettet. - Dabei stand er mir dann perfekt Modell.

Jetzt gibt es also doch noch ein paar seltene Schmetterlinge. Die Betonung liegt dabei leider auf selten.

1. Juli 2020 - Dies ist ein männlicher Kaisermantel.

1. Juli 2020 - Ein Damebrett-Falter. Man sieht, Disteln bieten eine optimale Nahrungsquelle für Schmetterlinge und andere Insekten.

Insekten und ihre "Feinde"
28. Juni 2020 - Links ein Wachtelweizen-Scheckenfalter und rechts ein Ehrenpreis-Scheckenfalter. - Schon der Name sagt aus, wie spezialisiert diese Schmetterlinge sind. Bei vielen Arten ist es so, dass der Falter verschwindet, wenn die Pflanze nicht mehr existiert.

28. Juni 2020 - Ein "Feind" der Insekten ist zum Beispiel diese Krabbenspinne, die hier ihren Kokon bewacht. - Sie ist darauf angewiesen, dass es genügend Insekten (in ihrem Fall kleine Insekten) gibt, die sie fangen kann. Oft werden Insekten ja erst von Spinnen oder Vögeln gefangen, wenn sie schon ihre Eier gelegt haben und die Erhaltung ihrer Art schon gesichert ist.

28. Juni 2020 - Dieser Vogel ist ein Neuntöter, auch er fängt Insekten und zieht damit seine Jungen auf. Er wird sein "Futter" nie ausrotten, derartiges "schafft" nur der Mensch.
Insekten, insbesondere Schmetterlinge und Libellen sind seltener geworden. Dies betrifft besonder die großen Arten. Nachfolgend kleinere Arten, die man ab und zu sieht.

 

25. Juni 2020 - Ein Rostfarbener Dickkopffalter.

25. Juni 2020 - Ein weibliches Exemplar der Nordischen Moosjungfer.

25. Juni 2020 - Ganz unscheinbar, das Weibchen der Federlibelle.

25. Juni 2020 - Ein kleiner Schmetterling mit einem langen Namen: Der Wachtelweizenscheckenfalter. Ein männliches Exemplar.

18. Juni 2020 - Ein Baumweißling auf der Blüte eines Rotklees. Auch Baumweißlinge sind wie alle Schmetterlinge seltener geworden.

 

18. Juni 2020 - Das Grünwidderchen zählt zu den "Nachtfaltern". Es ist jedoch auch tagaktiv.

18. Juni 2020 - Lange habe ich in unserer Gegend keine Rebhühner mehr gesehen. Hier habe ich ein Paar auf einem Feldweg gesehen. Unten steht der Hahn im Gras. - Das ist eine schöne Beobachtung, allerdings sollte das Paar um diese Zeit Junge führen. Es bleibt die Hoffnung, dass es doch noch Nachwuchs gibt.


14. Juni 2020 - Neugierig schaut der Fuchs in meine Richtung. Als ich mich bewege, verschwindet er im hohen Gras.

14. Juni 2020 - Jetzt blüht die Wiesenknautie, ein Kardengewächs. Man sieht sie an Wiesen- und Wegrändern.

3. Juni 2020 - Hier blüht verspätet ein Helmknabenkraut in einem Naturschutzgebiet am Lech.

3. Juni 2020 - Das Blasse Waldvögelein ist eine Orchidee aus dem Jura.

3. Juni 2020 - Hier eine Bienenragwurz. Sie hat noch beide Polinen. Das sind die paarigen Pollenträger auf der Blüte. Die Bilder dieser Ragwurz und der Hummelragwurz sind in den Lechauen entstanden.

3. Juni 2020 - Ein paar Bilder von der Hummelragwurz. Auffällig sind die verschiedenen "Gesichter". Immer vorhanden ist jedoch der kleine Fortsatz am unteren Blütenblatt.

3. Juni 2020 - Ein Biber schaut neugierig mit seinen kleinen Augen. - Wo er in der landwirtschaftlichen Flur keinen Schaden anrichtet, ist er der beste Naturschützer, den es gibt. - Er hält das Wasser zurück für Amphibien und Insekten und - er kostet nichts.

3. Juni 2020 - Oben ein Bild am - frühen Morgen - eines weiblichen Sika-Hirsches mit dem Nachwuchs vom Vorjahr. Unten ein Bild am Abend mit einem Jungen von diesem Jahr.

3. Juni 2020 - Selten zu sehen ein Schwarzspanner.
16. Juni 2020 - Das weiße "Gegenstück" zum Schwarzspanner, der Mehlspanner.

3. Juni 2020 - Links ein Brombeer-Permuttfalter, rechts ein Fleckenfalter. Es gibt also Schmetterlinge - aber weniger und die großen Edelfalter fehlen heuer und auch letztes Jahr schon ganz.
26. Mai 2020 - Der Gemeine Bläuling (Polyommatus icarus) oder auch Hauhechelbläuling genannt, ist selten geworden. Man freut sich, wenn man ab und zu einmal einen solchen Schmetterling sieht. Zur Bestimmung der Art muss auf jeden Fall auch die Unterseite der Flügel beachtet werden.

26. Mai 2020 - Faktisch ohne Geräusch verschwindet die Stockente mit ihren 11 Jungen im Schilf.
22. Mai 2020 - Ein sehr seltener kleiner Taucher, der Schwarzhalstaucher. Schön sind neben den gelben Federohren die rotleuchtenden Augen mit dem schwarzen Punkt in der Mitte. In unserer Gegend nicht zu finden. Man muss schon einen Ausflug z. B. zum Röthelsee bei Cham machen. Der Bestand ist dort seit Jahren nahezu unverändert. Der Röthelseeweiher steht unter stengem Schutz.
12. Mai 2020 - Der Star bringt seinen Jungen Futter, vor allem Regenwürmer.
11. Mai 2020 - Ein Schwarzmilan in der Gegend von Eslarn. Bisher ist dieser Vogel kein Brutvogel bei uns. Im Gegensatz zum Rotmilan ist diese Art "kompakter", etwas dunkler und hat einen nur leicht gegabelten Schwanz.
11. Mai 2020 - Der Rotmilan (Gabelweihe) brütet seit einigen Jahren in der Gegend von Pleystein. Dieser Vogel wurde in der Nähe von Waidhaus fotografiert. Beide Arten zählen zur Gattung der Weihen und ernähren sich vorwiegend von Aas.

11. Mai 2020 - Silberreiher sind bei uns immer wieder zu beobachten. Manchmal sogar in Gruppen bis zu 10 Tieren. Sie sind etwas größer und schlanker gewachsen als die Graureiher. - Oben schaut der Vogel recht aufmerksam, unter ist er eher entspannt - der Fotograph hat ihn also kaum gestört.
*
8. Mai 2020 - Oben ein seltener Falter, unten ein "Allerweltsschmetterling", wenigstens war er das einmal. Der Aurorafalter mit seinen auffälligen orangen Flügelenden steht unter strengem Schutz. Aber auch das Tagpfauenauge ist selten geworden. Geschützt sind alle Tagfalter.
8. Mai 2020 - Oben liegt die Blindschleiche in der Sonne. Auf dem unteren Bild hat sie mich schon bemerkt und zieht sich langsam zurück. Blindschleichen sind keine Schlangen, sie zählen zu den Eidechsen.
1. Mai 2020 - Früher ein "Allerweltsvogel", der Kiebitz. Heute ist er bei uns fast verschwunden.

1. Mai 2020 - Die Sumpfdotterblume braucht fließende Wiesengräben, naürliche Gewässerränder oder feuchte Buschlandschaft.

26. April 2020 - Eine vom Aussterben bedrohe Vogelart, das Braunkehlchen. Hier singt ein Männchen. Ich hoffe, dass es eine Partnerin findet und erfolgreich brütet.
Manchmal stellt man sich die Frage, ob wir das Verschwinden dieser Arten zulassen wollen oder ob wir etwas dagegen tun wollen - und zwar alle.
26. April 2020 - Mindestens ebenso selten wie das Braunkehlchen ist der Wiesenpieper. Hier an einem kalten Morgen mit Rauhreif in der Wiese. Früher war er überall in der Landschaft zu finden, heute ist er vom Aussterben bedroht.

26. April 2020 - Stockenten kann man natürlich auch in der Ortschaft auf einem Weiher beobachten. Dies ist allerdings ein scheues Paar in einem kleinen Bach. Sobald die Ente ihre Eier gelegt hat, braucht sie den Erpel nicht mehr zur Befruchtung. Sie brütet ihre Eier allein aus und zieht auch die Jungen allein auf.

26. April 2020 - Sehr früh ist heuer bereits ein Neuntöterweibchen da. Normalerweise kommen die Neuntöter (Lanius collurio) Anfang Mai. Sicher ist dies auch eine Folge des warmen Wetters und des Klimawandels.

18. April 2020 - Goldammern sind selten geworden. Früher gab es sie überall in der Flur.

18. April 2020 - Die erste einheimische Orchidee des Jahres, die blüht, ist das Holunderknabenkraut. Die Blüte kann rot oder gelb sein.Orchideen sind bei uns alle geschützt. Die meisten sind vom Aussterben bedroht.

17. April 2020 - Ein Kranich in der Morgensonne. Die Wiese ist noch mit Reif überzogen.
Ein wenig später fliegt er ab.
Ob niedliche Blaumeise, akrobatischer Kleiber oder majestätischer Seeadler. Beobachten macht immer Spaß.

12. April 2020 - Blaumeise - Parus caeruleus

12. April 2020 - Ein Kleiber kopfüber (Sitta europaea) unter einem dicken Ast mit grober Rinde.

12. April 2020 - Er kann problemlos den Baum auch runterlaufen.

12. April 2020 - Der Seeadler (Haliaeetus albicilla) hat mich bemerkt, erst schaut er sich um, dann zieht er mit kräftigen Flügelschlägen davon.

6. April 2020 - Eine Frühlingsküchenschelle. Sie wäre bei uns längst verschwunden, wenn nicht engagierte Naturschützer sie aus Samen vermehrt und wieder am Ursprungsort eingesetzt hätten. Grund für das Verschwinden ist mal nicht der Klimawandel sondern sind unvernünftige Leute, die sie ausgraben und im eigenen Garten einsetzen. Meist auch noch erfolglos.

6. April 2020 - Das Buschwindröschen ist ein Hahnenfußgewächs wie die Frühlingsküchenschelle, aber im Frühling allgegenwärtig, also viel häufiger. Die Pflanzenteile über der Erde verschwinden langsam, nachdem die Samen gereift sind.

6. April 2020 - Zu den Mohngewächsen zählt der Hohle Lerchensporn. Die Blüten sind weiß oder rotviolett. Nur noch wenige Vorkommen gibt es in unserer Gegend.
6. April 2020 - Hohler Lerchensporn (Coridalis cava).
6. April 2020 - Ein männlicher Zitronenfalter (erkennbar an der kräftigen gelben Färbung - die Weibchen sind blasser und etwas größer) auf einem Lerchensporn.

28. März 2020 - Sonnenuntergang

8. März 2020 - Die Kraniche sind wieder da. Hier sind sie auf einer Weide, wo es bereits frische Gräser gibt. Sehr wahrscheinlich ist es das Paar, das im vergangenen Jahr zwei Junge aufgezogen hat.
Kraniche reagieren sehr empfindlich auf Störungen. Der Fluchtabstand gegenüber Menschen oder Hunden beträgt gut 300 Meter. Entsprechend ruhig sollte man sich verhalten, wenn man das Glück hat sie zu sehen und wenn man sie eine Weile beobachten möchte.


6. März 2020 - Vor kurzem wurde diese Wildkatze verletzt im Bereich Eslarn aufgefunden. Operiert wurde sie in der Praxis von Dr. Reindl in Moosbach. Zur Sicherheit ob es sich wirklich um eine reine Wildkatze handelt, wurde eine DNA-Probe eingeschickt. Sie ist sehr wild und faucht heftig bei Annäherung. Auf dem Bild leckt sie gerade ihre Nase.

Das Tier hatte einen Beckenbruch, der erfolgreich gerichtet werden konnte. Es handelt sich um einen jungen Kater, etwa 1 Jahr alt.

Es werden zwar selten aber immer wieder Wildkatzen in unserer Gegend gesichtet. Dies ist jetzt vermutlich der Beweis dafür, das sich die Katzen hier auch erfolgreich fortpflanzen.
Nach völliger Gesundung wird der Kater ausgewildert.
10. Februar 2020 - Am 16. Januar 2020 war ein wunderschöner "Frühlingstag". Auf den Christrosen waren etwa 3 Stunden lang Bienen zu beobachten, die Pollen eingesammelt haben.


10. Februar 2020 - Seit einigen Jahren gibt es Seeadler in der Oberpfalz. Man sieht manchmal bis zu vier Exemplare auf einmal. Hier waren es drei, die ich aus etwa 500 Meter Entfernung beobachten und fotografieren konnte. Das Brutgebiet befindet sich in Tschechien.


10. Februar 2020 - Inzwischen bei uns eingebürgert sind Sikahirsche, die kleinen Verwandten unserer Rothirsche. Sie sind etwas so groß wie Damhirsche, also viel kleiner als Rothirsche. Zur Zeit haben die männlichen Hirsche kein Geweih, das wird jedoch in Kürze zu wachsen beginnen.


10. Februarf 2020 - Ein Fuchs ist auf der Suche nach Mäusen. Zwischen dem dürren Gras das bei Bewegung etwas raschelt, hat er gute Chancen eine Maus zu fangen. Schließlich bewegte er sich auch noch recht sicher übers Eis. Zur Zeit hat er einen dichten Winterpelz.